Aktuelles

Ihr Finanz- und Versicherungsmakler im Sauerland und dem Bergischen Land


Renditen mit gutem Gewissen

Mit Krediten aus der Armutsfalle. Der Weg aus der Armutsfalle ist steinig - vor allem für die geschätzt 2,5 Milliarden Menschen in den Entwicklungsländern, denen der Zugang zu Finanzdienstleistungen verschlossen ist. Dabei reichen oft ein paar hundert Euro für Saatgut, Rohmaterial, die Standmiete oder neue Maschinen, um aus diesem Teufelskreis auszubrechen. Handwerker, Bauern und Händler profitieren davon. Überwiegend sind es Frauen.

 

Zwei bis drei Prozent Zinsen pro Monat werden dabei vom Kreditnehmer erhoben. Das klingt zunächst viel. Doch Mikrofinanzinstitute (MFIs) haben auf Grund des hohen Prüfungsaufwands der vielen kleinen Kreditanträge hohe Fixkosten. „Oft wird ein Kredit für die Standmiete nach einer Woche bereits wieder zurückgezahlt“, berichtet Kastner. Die Rückzahlungsquote ist mit 95 bis 98 Prozent hoch. „Das liegt auch daran, dass Schulden zu

begleichen in diesen Gesellschaften eine Ehre ist“, so der Mikrofinanzexperte.

 

Weltweit verwalten die 100 wichtigsten Anbieter von Mikrofinanzleistungen ein Volumen von 52 Milliarden Dollar. Das Geschäft wächst jedes Jahr um zehn bis 15 Prozent. Der Bedarf wird auf 300 Milliarden Dollar geschätzt. Angefangen hat es mit Muhammad Yunus. Yunus, der 2006 als Mitbegründer des Mikrofinanzgedankens den Friedensnobelpreis erhielt, gründete 1983 in Bangladesch die Grameen Bank. Seither hat sich viel getan - nicht zuletzt wegen eines Finanzskandals bei der Grameen Bank. „Die Mikrofinanzinstitute werden heute

deutlich stärker reglementiert und beaufsichtigt“, erläutert Kastner.

 

Attraktive Anlagealternative. Für Investoren ist das eine gute Nachricht. Sie profitieren von der gestiegenden Seriosität und Transparenz. Ein halbes Dutzend Mikrofinanzfonds stehen Privatanlegern offen. Sie legen in unverbriefte Darlehensforderungen an, die an regulierte MFIs in Entwicklungsländern vergeben werden. Die MFIs werden nach finanziellen und sozialen Kriterien ausgewählt.

 

Fonds wie der von C-Quadrat gemanagte Dual Return Vision Microfinance und der Vision Microfinance Local Currency sind dabei, ebenso der ab November für Neuanlagen wieder geöffnete IIV Mikrofinanzfonds, die Newcomer GLS Alternative Invest Mikrofinanzfonds und KCD-Mikrofinanzfonds III sowie der BlueOrchard Microfinance. Der Schweizer Anbieter Blue Orchard verlangt eine Mindestanlage von 10 000 Euro. Alle anderen Fonds können ab einem Startkapital von 1000 Euro beziehungsweise einem Fondsanteil erworben

werden.

 

Allzu große Renditeerwartungen sollten Anleger an die Mikrofinanzfonds nicht haben. Derzeit rechnen die Manager mit einer Rendite von zwei Prozent über dem Geldmarktsatz Euribor. Doch in der aktuellen Niedrigzinsphase ist das kein schlechtes Ergebnis für ein risikoarmes Investment mit zudem sozialer Komponente.


2018 – Welche Änderungen gibt es?

Krankenversicherung

Der durchschnittliche Zusatzbeitrag für gesetzlich krankenversicherte sinkt um 0,1 % auf im Schnitt

1,0 %. Die Beitragsbemessungsgrenze hingegen steigt um 1,7 %, d.h. für gutverdienende

Arbeitnehmer wird die gesetzliche Krankenversicherung mal wieder deutlich teurer.

 

Bargeld soll sukzessive verschwinden

Mit dem 500 € Schein wird der erste große Schein vom Markt genommen. Die politische Tendenz

geht langfristig klar zum bargeldlosen Zahlen.

 

Besteuerung von Investmentfonds wird angeglichen

Die unterschiedliche Besteuerung von ausländischen und inländischen Investmentfonds wird

angeglichen, so dass die Erträge bereits auf Fondsebene versteuert werden. Die

Steuermehrbelastung wird aber größtenteils durch eine Teilfreistellung auf Seiten der Anleger

kompensiert.

 

Familienfreundliche Steuerpolitik

Der Grundfreibetrag für Steuern steigt auf 9000 €. Zudem steigt das Kindergeld für das erste und

zweite Kind auf 194 €, für das dritte auf 200 € und für weitere auf 225 €.

 

Riester wird attraktiver

Die Grundzulage für einen Riestervertrag steigt von 154 € auf 175 €. Die Kinderzulage bleibt bei bis zu

300 € pro Kind.

 

Versicherungsvertrieb wird transparenter

Ab Februar 2018 greift die IDD Richtlinie der EU. Die Kosten und Zuwendungen in Verträgen müssen

jetzt für den Verbraucher transparent offengelegt werden.

 

Anlageberatung

Das Beratungsprotokoll wird durch eine Geeignetheitsprüfung ersetzt. Diese muss den Verlauf einer

Beratung ausführlich dokumentieren und die Empfehlung begründen.


Vermögensaufbau mit Fondssparplänen

ETF oder Indexfonds als sinnvolle Alternative

 

Aufgrund der Niedrigzinsphase sind Fondssparpläne im Trend. Auf Sparbüchern oder in klassischen Rentenversicherungen sind die Renditen im Keller und die Banken und Finanzvertriebe haben Ihr Beratungs- (bzw. Verkaufsgespräch) auf Fondssparpläne umgestellt.

Doch auch hier gibt es die Unterschiede und vor allem die Kosten der Produkte sind zu vergleichen. Welche Kosten entstehen bei den üblichen Fondssparplänen?

 

Als Beispiel 1 nehmen wir einen Anleger, welcher monatlich 100 € über 15 Jahre ansparen möchte. Der Fonds hat einen jährlichen Kurszuwachs von 5,00 %.

  1. Ausgabeaufschlag: Bei jedem Kauf zahlt der Anleger von seinen 100 € meistens zwischen 2,5 – 5,5 % an Vertriebsprovision. Für die weitere Berechnung nehmen wir 4 % an.
  2. Verwaltungskosten: Für die laufende Verwaltung bezahlt der Anleger zwischen 1,5 – 2,5 % an Kosten pro Jahr auf die Höhe seines verwalteten Kapitals. Für die weitere Berechnung nehmen wir 2,0 % an.
  3. Depotgebühr: Diese liegt zwischen 12 – 40 € jährlich. Als Annahme nehmen wir 25 € an.
  4. Abgeltungssteuer: 25 % Kapitalertragssteuer auf die Erträge + Solidaritätszuschlag + Kirchensteuer. Im Beispiel nehmen wir an, dass der Kunde einen Freistellungsauftrag von 801 € frei zur Verfügung hat.

Ergebnis:

Der beschriebene Kunde hat nach 15 Jahren 18.375 € (Sparraten + Gebühren) eingezahlt und erhält nach Steuern einen Betrag von 20.923,33 € ausgezahlt. Von dem Kurszuwachs des Fonds in Höhe von 5,00 % pro Jahr bleiben nach Kosten und Steuern noch mickrige 1,703 % übrig.

Tipp: Viele Berater bieten den Kunden übrigens eine Rabattierung der Vertriebsprovision an. Der Effekt ist eher gering, da nicht die Vertriebsprovision, sondern die Verwaltungsgebühren den Ausschlag machen. Hätte der Berater im obigen Beispiel die Vertriebsprovision um 50 % rabattiert, läge die Rendite auch nur bei 1,896 %.

 

Welche Alternative gibt es?

Die Alternative zu den normalen Fonds sind ETFs oder Indexfonds. Diese zeichnen sich durch sehr niedrige Kosten für den Anleger (und damit natürlich auch durch wenig Ertrag für die Bank oder den Finanzvertrieb) aus.

Obiges Beispiel wird jetzt mit einem ETF oder Indexportfolio gerechnet.

  1. Ausgabeaufschlag: Dieser fällt nicht an.
  2. Verwaltungskosten: Für die laufende Verwaltung bezahlt der Anleger zwischen 0,3 -  1,7 % an Kosten pro Jahr auf die Höhe seines verwalteten Kapitals. Für die weitere Berechnung nehmen wir 1,19 % an, da wir eine Betreuung des Depots durch einen Berater unterstellen. Diese Betreuung macht Sinn, da auch bei ETFs eine regelmäßige Besprechung des Depots und ggfs. Risikoanpassung sinnvoll ist.
  3. Depotgebühr: Diese liegt zwischen 12 – 40 € jährlich. Als Annahme nehmen wir 25 € an.
  4. Abgeltungssteuer: 25 % Kapitalertragssteuer auf die Erträge + Solidaritätszuschlag + Kirchensteuer. Im Beispiel nehmen wir an, dass der Kunde einen Freistellungsauftrag von 801 € frei zur Verfügung hat.

Ergebnis:

Der beschriebene Kunde hat nach 15 Jahren 18.375 € (Sparraten + Gebühren) eingezahlt und erhält nach Steuern einen Betrag von 22.692,60 € ausgezahlt. Von dem Kurszuwachs des Fonds in Höhe von 5,00 % pro Jahr bleiben nach Kosten und Steuern immerhin 2,748 % übrig, was über 1700 € mehr als bei der Standardberatung entspricht.


GUTE GRÜNDE FÜR GOLD: ZINSEFFEKT AUF DEN GOLDPREIS NIMMT 2 FORMEN AN

 

Alles hat eine Vorgeschichte. Das gilt auch für die Entwicklung des Goldpreises in den letzten Jahren. Ein zentrales Ereignis, das die Marktbewertung des gelben Metalls maßgeblich geändert hat, war das Platzen des "New Economy"- Booms in 2000/2001: Von April 2000 bis Oktober 2002 verlor beispielsweise der US-amerikanische NASDAQ-Index mehr als 78 Prozent seiner Marktkapitalisierung.

 

Rohstoffpreis- und Verschuldungsboom

 

Als Reaktion auf das Platzen des "New Economy"-Booms senkte die US-Zentralbank (Fed) die Leitzinsen stark ab. Damit wurde quasi ein neues Kapitel in der Geldpolitik aufgeschlagen: Die Fed reagierte mit ihrer Zinspolitik nicht mehr nur auf die Preis-und Konjunkturentwicklung, sondern nunmehr auch auf das Geschehen an den Finanzmärkten; und dieser Politikansatz wurde von allen anderen bedeutenden Zentralbanken der Welt übernommen.

 

Die Finanzmärkte, das gesamte Wirtschaftsleben haben sich mittlerweile darauf eingestellt, dass die Zentralbanken sowohl einen konjunkturellen Einbruch als auch Erschütterungen auf den Finanzmärkten mit niedrige(re)n Zinsen und einem ausweiten der Geldmenge "bekämpfen". Diese Neuausrichtung der Geldpolitik hatte sogleich sichtbare Folgen: Sie löste zunächst einen fulminanten Rohstoffpreis- und Verschuldungs-Boom aus.

 

Beide kollabierten im Zuge der internationalen Finanz- und Wirtschaftskrise 2008/2009. Die Geldpolitiken – wieder unter der Führung der Fed – senkten die Zinsen auf bislang unbekannte Tiefstände und öffneten die Geldschleusen. Doch den Geldpolitikern gelang das, was viele nicht erwartet hatten: Die geldpolitischen

Maßnahmen wendeten den Zusammenbruch des Banken- und Finanzsystems ab und fingen die Konjunkturen auf.

 

Der Goldpreis (in US-Dollar gerechnet) hatte bereits 2001 begonnen zu steigen, also mit der Neuausrichtung der Geldpolitik: Im April 2001 lag er noch bei 256 USD/oz, derzeit liegt er bei etwa 1.290 USD/oz (in der Spitze hatte der Goldpreis 1.900 USD/oz im September 2011 erreicht). Der Goldpreisanstieg ging einher mit einer

ungebremsten Talfahrt der Kapitalmarktzinsen, für die die Geldpolitik maßgeblich verantwortlich war.

 

Bedeutung der Zinsen für den Goldpreis

 

Die besondere Bedeutung der Zinsen für den Goldpreis zeigt auch die untere Abbildung vor dem Hintergrund eines längeren Zeithorizontes: Der Anstieg des Goldpreises setzte ein, als das Kurs-Gewinn- Verhältnis des Anleihemarktes (für Laufzeiten von 1ß-Jahren) begann, über die Marke von 20 zu steigen (als also die

Lang-fristzinsen dauerhaft unter die 5-Prozent fielen). Der "Zinseffekt" auf den Goldpreis nimmt zwei Formen an:

 

Erstens: Das Absinken der Zinsen reduziert Kosten der Goldhaltung. Bekanntlich entgehen dem Goldhalter Erträge, die er durch das Investieren in zinstragende Wertpapiere alternativ erzielen kann. Sinkt der Zins, nehmen jedoch die (Opportunitäts-)Kosten der Goldhaltung ab. Das wiederum befördert die Goldnachfrage und – bei einem relativ unelastischen Goldangebot – lässt den Preis des Goldes steigen.

 

Zweitens: Die Risiken im internationalen Kredit- und Geldsystem haben zugenommen. Denn die Verschuldung der Volkswirtschaften ist weiter angestiegen: Die niedrigen Zinsen verleiten Unternehmen, Konsumenten und Staaten, verstärkt auf Pump zu wirtschaften. Das Wirtschafts- und Finanzsystem ist mittlerweile abhängig geworden von niedrige(re)n Zinse. Und ein echter Entzug von dieser "Droge" ist nicht in Sicht. Dadurch wird Gold als Absicherungsinstrument attraktiv(er).

 

Obwohl die Geldpolitiken längst auf einen Kurs eingeschwenkt sind, durch den die Geldmengen immer weiter erhöht werden, und durch den die Kaufkraft des Geldes unweigerlich herabgesetzt wird, sind die Inflationserwartungen auf den Zinsmärkten bislang recht niedrig geblieben. Das fortwährende Bekunden der Geldpolitiker, sie werden die Inflation niedrig halten, ist demnach aus Sicht vieler Marktakteure glaubhaft.

 

Doch dauerhaft wird nicht beides zu haben sein: mit immer niedrigeren Zinsen und immer mehr Geld Zahlungsausfälle abzuwehren und gleichzeitig die Inflation niedrig zu halten. Eine Quadratur des Kreises ist selbst für Zentralbanken unmöglich. Es ist daher weniger eine Frage des ob, sondern vielmehr eine Frage des wann, bis wieder eine unliebsame Erschütterung das weltweite Wirtschafts- und Finanzsystem heimsucht oder die Inflation steigt.

 

Dabei ist eines zu vermuten: Im Zweifelsfall werden sich die Zentralbanken dafür entscheiden, mittels Zinssenkungen und einer Vermehrung der Geldmenge die Zahlungsfähigkeit des Finanzsystems sicherzustellen, auch wenn dadurch letztlich die Kaufkraft des Geldes schwindet. Aber wie immer auch die Reaktionen der

Zentralbanken in der nächsten Krise ausfällt: Gold ist eine praktikable und derzeit attraktive Versicherungsoption. 

 

Die Kaufkraft des Goldes kann durch geldpolitische Manöver nicht entwertet werden. Zudem trägt Gold kein Zahlungsausfallrisiko - wie Bankeinlagen und Schuldpapiere. Währungsgeschichtlich wird das gelbe Metall daher zu Recht als "ultimatives Zahlungsmittel" bezeichnet.

 

Gold lässt sich auch als Versicherung verstehen, mit der Portfoliowerte gegen Geldentwertung und Zahlungsausfälle abgesichert werden können. Es gibt gute Gründe, Gold zu halten, und angesichts des aktuellen Goldpreises ist aus unserer Sicht die "Versicherung Gold" derzeit relativ günstig zu haben.

 

 

Quelle: Degussa Bank